Pflanzenwelt
Pflanzenwelt auf Lumea
Mondzucker
Mondzucker ist eine sehr seltene und daher wertvolle Pflanze: Sie wächst nur bei Vollmond, und nur an den Ufern des Nebelmeers.
Mondzucker ist ein Mittel das sehr gerne für Speisen und Tränke verwendet wird, da es nicht nur den Geschmack sondern auch allfällig positive Nebenwirkungen verstärkt.
Bei mehrfacher verwendung von Mondzucker in zu kurzer Zeit, macht die Pflanze aber abhängig. Der Körper verlangt nach immer grösseren Mengen Mondzucker. Kann dieses Verlangen nicht gestillt werden, drehen die Süchtigen gerne mal durch und verletzen sich und andere. Schlimmstenfalls werden Betroffene zu regelrechten Berserkern und verletzen andere und schliesslich sich selber auch lebensgefährlich. Mondzucker ist daher immer mit Vorsicht zu geniessen.
Bitterblüte
Die Bitterblüte ist eine rote, spitzblättrige Pflanze. Sie wächst vor allem in salzigen Gegenden, wie Salzwüsten oder in der nähe der Meere. Als Untergrund bevorzugt sie Sand, aber auch lockere Erde wird nicht verschmäht. Allgemein gilt die Bitterblüte als äusserst einfach zu unterhaltende Pflanze. Sie braucht wenig Wasser, so wenig Schatten wie möglich und einen soliden Salzgehalt im Boden.
Im Geschmack ist die Bitterblüte - wie ihr Name schon sagt - äusserst Bitter. Sie wird in Tränken vorallem wegen ihrer beruhigenden Wirkung auf den Magendarmtrakt geschätzt. In Speisen könnte man sie gegebenenfalls auch beimengen. Allerdings ist sie derart Bitter, dass diese Vorgehensweise nur in speziellen Ausnahmen zu beobachten ist.
Bitterblüten sind einfach zu bekommen. Gut sortierte Herbalisten oder Weideler verkaufen sie gerne. Sie sind auch relativ einfach zu f inden, wegen ihrer roten und spitzen Blättern.
Die Hexenknospe
Die Hexenknospe gehört zu den Sträuchern und wächst vor allem an Waldrändern. Die Pflanze selber ist nutzlos für die Alchemie, aber ihr Blütensaft ist sehr begehrt. Dazu kann man mit einem scharfen oder spitzen Gegenstand die ledrige Haut aufstechen, die zwischen den Blättern der
Hexenknospe wie Pusteln wachsen. Ihr stinkender Geruch hat dabei der
Pflanze ihren Namen eingebracht.
Der Nektar kann für verschiedene Öle verwendet werden, wobei ein
verstärkender Effekt herbeigeführt wird.
Zur Speise- oder Trank-Zubereitung ist die Hexenknospe äusserst ungeeignet, da der Geruch des Blütensafts auch nach mehrmaligem Kochen oder
trocknen nicht verfliegt.
Pechwurz
Die Pechwurz ist ein Gewächs, das praktisch überall auf Lumea wächst.
Die Wurzeln der Pflanze ragen bräunlich aus der Erde und formen ca. 30cm über dem Boden eine hölzerne Knolle, auf der rote Blätter gedeihen.
Die Blätter werden hauptsächlich zur Herstellung von Pechwurzsaft gewonnen, wir interessieren uns aber eher für die Knolle und die Wurzeln.
Die Wurzeln eignen sich hervorragend für die Öl-Herstellung während die
geriebene Knolle, einer Mahlzeit etwas Würze verleihen kann. Da die Knolle ansonsten viele wichtige Spurenelemente enthält, und die Pflanze häuf ig zu f inden ist, landet sie gerne auf den Tellern von Nekromanten, da diese nicht die Zeit (und je nach Bekanntheitsgrad auch nicht die Reputation) besitzen, etwas in einer Stadt einkaufen zu gehen.
Pechwurz wirkt stark erweckend als Saft, stärkend als Mahlzeit und
Sinne schärfend als Öl.
Zittergras
Das weit verbreitete Zittergras wächst hauptsächlich nördlich der
staubtrockenen Wüste. Die feinen Blätter der Knolle scheinen im Wind zu zittern, was ihr den Namen Zittergras einbrachte. Die Halme sind feingliedrig und erinnern dezent an Spinnenbeine mit ihren Gelenken.
Zittergras ist für viele Tränke eine Grundzutat. Gekocht wirkt es beruhigend auf den Körper und schärft die Sinne.
Sanguin-Pflanzen
Das Blutblatt
Das Blutblatt ist eine nicht einfach zu erhaltende rot-schwarze Pflanze, die in Wäldern oder auch im felsigen Terrain angetroffen werden kann. Sie wächst auf Bodenhöhe meist in oder um frisches Moos und ihre Blüten scheinen sich geisterhaft hin und her zu bewegen und sich gen Himmel strecken zu wollen.
Das Blutblatt benötigt zwar ausreichend Sonne, gedeiht aber am besten, wenn sie nicht allzu viel davon abbekommt. Ein bisschen zu viel oder zu wenig und die Pflanze wird unweigerlich eingehen. Auch benötigt sie in möglichst regelmässigen Abständen Wasser.
Das Blutblatt gilt als giftige Pflanze, vor allem für Elfenvölker. Während die menschlichen Völker schwere Fälle von Übelkeit mit Erbrechen und Durchfall durchleiden, ist durchaus ein Risiko da, als Elf beim Konsumieren eines Blutblattes zu sterben.
Blutblätter eignen sich daher ideal als Bestandteile für Öle.
Der Blutdorn
Nicht zu verwechseln ist der Blutdorn mit dem Blutblatt. Es handelt sich dabei zwar nicht um dieselbe Pflanze, aber beide gehören zur Familie des Sanguinkrauts. Der Blutdorn ist im natürlichen Zustand giftig, sogar noch giftiger als das Blutblatt. Aber wenn es gekocht wird, lassen sich damit nicht nur Öle sondern auch Tränke herstellen.
Der Blutdorn gilt als süssliches Kraut und wächst vorzugsweise auf sonnigen Wiesen. Die Blüten sind eigentlich sofort erkennbar, allerdings wachsen die Sanguinkräuter nicht so hoch wie Gras, weshalb sie oft übersehen werden.
Dies soll nicht heissen, dass man einfach in Wiesen laufen kann und mit etwas Suchen sofort einen Blutdorn f inden wird. Ganz im Gegenteil. Blutdorn ist derart selten, dass man eine grosse Portion Glück braucht, um überhaupt jemals einen zu Gesicht zu bekommen. Einzig zwischen Stirr und Tekr in Rhoakka scheint dieses Kraut häuf iger zu wachsen.
In anderen Gebieten gibt es teilweise Händler und Bauern, die Blutdorn selber anpflanzen. Allerdings ist die Reinheit der Gewächse anzuzweifeln und dies gilt ebenso für die Effektivität wenn er zubereitet ist.
Die Wirkung, wenn man gekochten Blutdorn zu sich nimmt, wird folgendermassen beschrieben:
„Man fühlt sich, als würde man getragen. Es ist nicht wie ein Rausch, ganz und gar nicht. Aber man hat das Gefühl, alles gelingt einem einfacher, die eigenen Fähigkeiten werden unterstützt. Ich nutze den Blutdorn äusserst gern.“
Magnus Titus, Hofmagier von Yarlfjord
Da Blutdorn zu den seltensten Gewächsen überhaupt gehört, ist er auch dementsprechend teuer.
Pilze
Der rote Miesling
Dieser Pilz gedeiht fast ausschliesslich in Kellern, Höhlen oder dort wo die Sonne nie den Boden zu wärmen vermag. Er mag es gern kalt und feucht. Wie der Name es vermuten lässt, ist er entfernt Verwandt mit dem blauen, dem grünen und dem gelben Miesling. Seine Kappe ist Hellrot bis Feuerrot und sein Stängel weiss. Die Kappe wird von etwas dunkleren Flecken verziert.
Ideale Bedingungen sind kühle Lufttemperaturen, eine erhöhte Luftfeuchtigkeit, und einen Untergrund, wo er gedeihen kann. Dazu reicht auch ein Ballen Stroh oder ein kleiner Topf Erde. Der Pilz ist da nicht gross wählerisch.
Der rote Miesling kann roh konsumiert werden. Roh erinnert sein Geschmack an feuchte Erde mit etwas fruchtiger Note. Der rote Miesling eignet sich hervorragend zum Brauen von Heiltränken. Dieser Pilz ist die Grundzutat von allen Heiltränken. Heiltränke verdanken ihre rote Farbe diesem Pilz.
Der blaue Miesling
Dieser Pilz gedeiht fast ausschliesslich in Kellern, Höhlen oder dort wo die Sonne nie den Boden zu wärmen vermag. Er mag es gern kalt und feucht. Wie der Name es vermuten lässt, ist er entfernt Verwandt mit dem roten, dem grünen und dem gelben Miesling. Seine Kappe ist bläulich bis violett und sein Stängel hell bis mittelbraun. Die Kappe wird von dunklen Flecken verziert.
Ideale Bedingungen sind kühle Lufttemperaturen, eine erhöhte Luftfeuchtigkeit, und einen Untergrund, wo er gedeihen kann. Dazu reicht auch ein Ballen Stroh oder ein kleiner Topf Erde. Der Pilz ist da nicht gross wählerisch.
Dieser Pilz sollte auf keinen Fall roh gegessen werden. Allgemein dient der blaue Miesling nicht wirklich zum Verzehr. Er sollte ausschliesslich zu Ölen verarbeitet werden. Mit einer einzigen Ausnahme: Dieser Pilz ist
Grundbestandteil von Magie-Tränken aller Art. Seine Farbe gibt der Pilz beim Aufkochen an die Flüssigkeit weiter, daher variiert auch die Farbe der Magietränke von tief blau bis violett.
Gelbschimmelpilz
Der Gelbschimmelpilz ist wie sein Name schon sagt, der Familie der Pilze zuzuordnen. Er wächst fast ausschliesslich an kühlen und dunklen Orten. Eine erhöhte Luftfeuchtigkeit, lässt den Pilz noch schneller wachsen. Grundsätzlich befällt der Pilz nahezu jedes Material: Er wächst auf Steinen ebenso wie auf Holz oder Erde. Der Gelbschimmelpilz bildet dabei eine Art gelblichen Flaum auf dem Myzel, der je nach Grösse des Gelbschimmelgeflechts bis zu 20cm tief sein kann. Dieser Flaum ist nass (ähnlich wie ein vollgesogener Schwamm) und stösst bei Irritation (meist durch Berührung verursacht)
unglaublich viele Sporen ab. Diese Sporen sind enorm Gesundheitsschädlich und können unbehandelt zum Tod führen. Dieser Umstand macht es relativ
schwierig, erfolgreich einen Gelbschimmelpilz, oder zumindest Teile davon,
zu ernten. Dies gelingt praktisch nur mit einem Erntezauber. Daher lohnt es sich, je nach Verwendungshäuf igkeit, neben der so nützlichen schwarzen
Magie auch noch auf die grüne Magie zugreifen zu können.
Oder aber man besorgt sich Gelbschimmel im gut sortierten Kräuterkundler-Geschäft.
Gelbschimmel kann zur Öl-Zubereitung aufgekocht werden. Da er auch gekocht seine Giftigkeit behält, lassen sich daraus, bis auf Gifttränke, keine brauchbaren Tränke herstellen.
Giftiger Kranzling
Der giftige Kranzling gehört ebenfalls zur Familie der Giftpilze. Er ist vor allem an totem Holz wie umgefallenen Bäumen zu f inden, teilweise auch an Baumstrünken. Einfach zu ernten, aber schwierig zu verarbeiten: Anders als Beispielsweise der Gelbschimmel, schiesst der giftige Kranzling seine Sporen erst, nachdem er aufgesammelt wurde. Und dies tut er nicht zu knapp. Es gibt nur eine wirklich effektive Verarbeitungsmethode: Man kocht ihn in einem Topf mit geschlossenem Deckel etwa 10 Minuten. Dann ist der Pilz „entwaffnet“ und kann problemlos zu Ölen verarbeitet werden. Mithilfe des giftigen Kranzlings ist es möglich, ätzende Öle herzustellen.